internord im Wandel

Fast ein Vierteljahrhundert lang begleitete internord Menschen, Technik und Wissen in der TÜV NORD GROUP. Die Geschichte des Mitarbeitenden-Magazins zeigt vor allem eines: Beständig ist nur der Wandel.

Am Anfang stand ein großes Geheimnis: Durch die Fusion der TÜV NORD GRUPPE mit großen Teilen von RWTÜV entstand im Jahr 2004 nicht nur eine neue Organisation. Es galt auch, eine verbindende interne Stimme zu finden. Zur Vorbereitung des offiziellen Starts entwickelten eingeweihte Mitarbeitende beider Ursprungshäuser in einem Arbeitskreis in Bielefeld Konzepte: Auf der To-do-Liste stand auch eine Zeitschrift für die Mitarbeitenden.

Jochen May aus der Konzern-Kommunikation erinnert sich: „Wir waren frühzeitig informiert worden und haben die Fusion kommunikativ vorbereitet und das gemeinsame Magazin entwickelt.“ Der 64-Jährige ergänzt: „Unser Ziel war ein Format, das Orientierung gibt, Transparenz fördert und das Zusammenwachsen der Belegschaften journalistisch begleitet.“ Als es darum ging, wie das neue Magazin heißen sollte, meldete sich der damalige Pressesprecher Rainer Camen zu Wort: „Na, das ist doch klar: internord!“ Das Mischwort aus „intern“ und „nord“ setzte sich durch.

Ein großes Thema war für uns von Anfang an die Mitarbeiter-Partizipation. Internord war die Plattform, auf der sich erzählen ließ, wie sich das Unternehmen entwickelt.

Jochen May
Konzern-Kommunikation

Die erste Ausgabe lag dem Starterkit für alle Mitarbeitenden der neuen TÜV NORD Gruppe bei, einem blauen Karton mit dem Konzernlogo. Im Editorial hieß es: „Internord soll eine Klammer für die Mitarbeiter sein, die in der neuen TÜV NORD Gruppe arbeiten, sie soll Ihnen die Orientierung im neuen Konzern, der entsteht, erleichtern“. Jochen May erzählt: „Ein großes Thema war für uns von Anfang an die Mitarbeiter-Partizipation. internord war die Plattform, auf der sich erzählen ließ, wie sich das Unternehmen entwickelt. Auch sollte es den Mitarbeitenden den Blick über den Tellerrand ermöglichen.“ Das Magazin sollte außerdem unterhaltsam sein: Es gab eine Rätsel- und Denksportseite. Alle drei Monate kam das zunächst zwölfseitige Heft mit der Post zu den Mitarbeitenden nach Hause, damit es auch diejenigen zeitnah erreichte, die bei Kunden unterwegs waren und nur selten im Büro waren. „Die Idee war schon damals, die Familien mitzunehmen“, schildert Jochen May. Ganz im Sinne von TÜV NORD Family & Friends.

Die erste internord 2004

Als 2013 die TÜV NORD GROUP das neue Dach des Konzerns wurde, hat man die Mitarbeitenden zu ihrem Magazin befragt. Das Ergebnis: Mehr als drei Viertel lasen jede Ausgabe ganz oder zumindest teilweise und wollten das Heft auch künftig gern in den Händen halten, obwohl das Intranet inzwischen zur wichtigsten Informationsquelle geworden war. Erfreulich war auch: Rund 40 Prozent der Familien lasen mit und 5 Prozent der Freunde von Mitarbeitenden.

In der Umfrage äußerten die Mitarbeitenden einen Wunsch: „Berichten Sie mehr darüber, was Mitarbeiter und Teams leisten.“ Internord wurde persönlicher, rückte die Mitarbeitenden wertschätzend in den Mittelpunkt. In Reportagen, Porträts und Themenschwerpunkten machte internord sichtbar, woran Kolleg:innen arbeiteten. Mal führte die Geschichte auf eine Teststrecke, mal in eine Werft, mal in ein Labor. Und manchmal reichte der Blick sogar bis ins All. Seite für Seite, Story für Story öffnete das Magazin Türen in Welten, die im Alltag vieler Mitarbeitender weit weg scheinen – und doch zur TÜV NORD GROUP gehören.

In der Umfrage äußerten die Mitarbeitenden einen Wunsch: „Berichten Sie mehr darüber, was Mitarbeiter und Teams leisten.“ internord wurde persönlicher, rückte die Mitarbeitenden wertschätzend in den Mittelpunkt.

Beim Blättern und Scrollen durch alte Ausgaben entsteht immer wieder der gleiche Eindruck: Die internord-Leser:innen waren schon früh dort, wo andere erst Jahre später hinschauten. Im Jahr 2009 erfuhren sie, dass die theoretische Führerscheinprüfung digital werden sollte. Über die erste E-Ladestation am Standort Hannover berichtete internord vor 15 Jahren. Von der Artemis-Mission ins All wussten internord-Leser:innen schon Anfang 2025. Doch auch internord war vor medialen Hypes nicht gefeit, der größte war wohl die virtuelle Welt „Second Life“, die zunächst große Hoffnungen weckte und dann wieder in der Versenkung verschwand.

Die TÜV NORD GROUP wurde im Laufe der Jahre digitaler, internationaler und moderner. Zu erkennen auch an den Krawatten der Führungskräfte auf den Fotos: Sie wurden erst immer schmaler und verschwanden schließlich fast ganz. Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs, und mit ihnen die Expertise in sehr unterschiedlichen Fachgebieten. Internord hat sich als Dolmetscher zwischen den Disziplinen verstanden mit dem Ziel, komplexe Themen leicht verständlich zu erzählen. Neben den Storys aus den Arbeitsbereichen bezog internord Mitarbeitende immer wieder direkt ein: Es gab weltweite Umfragen: Was trinken Sie zur Erfrischung? Was tun Sie persönlich, um das Klima zu schützen? Wie starten Sie in den Tag?

Ob USA, China, Argentinien oder Indien – internord war ein Schaufenster in die Welt. Mitarbeitende auf der ganzen Welt gaben Einblicke in ihre Arbeit und ihr Leben. Sie zeigten, wie vielseitig die Arbeit in der TÜV NORD GROUP mit der Zeit geworden ist und wie divers die Belegschaft. „Möglich wurde das, weil internord immer Teamwork war“, sagt Jochen May. Hinter jeder Ausgabe stand ein Zusammenspiel aus Konzern-Kommunikation, Geschäftsbereichen, Gestaltenden und vielen Kolleg:innen, die ihre Themen und Lebenswelten öffneten. Manche lieferten Hinweise, andere erklärten komplexe Prüfverfahren, wieder andere erzählten von Orten und Hobbys, die sonst niemand zu sehen bekommen hätte. So wurde aus interner Kommunikation ein verbindendes Gemeinschaftsprodukt.

Als Irena Tsagurnis im Jahr 2020 die Magazin-Produktion übernahm, verschwand das Papier. Internord erreichte die Mitarbeitenden nun digital als PDF-Magazin auf ihren Smartphones, Tablets oder Laptops. Das war nicht nur nachhaltiger, sondern sparte auch jährliche Druck- und Versandkosten in mittlerer fünfstelliger Euro-Höhe. Noch digitaler und internationaler wurde das Magazin im Jahr 2022: Aus dem PDF-Magazin wurde ein modernes, interaktives und responsives Online-Magazin. „Unser Konzern wurde immer digitaler. Es war höchste Zeit, dass auch unser Magazin das widerspiegelte“, erinnert sich Irena Tsagurnis. TÜV NORD GROUP in Motion – so war die erste volldigitale internord-Ausgabe überschrieben. Nun war Raum für mehr spannende Texte, für große Bilder, Videos, Podcasts und animierte Grafiken, um den Mitarbeitenden ein zeitgemäßes und digitales Leseerlebnis zu bieten.

Unser Konzern wurde immer digitaler. Es war höchste Zeit, dass auch unser Magazin das widerspiegelte.

Irena Tsagurnis
Konzern-Kommunikation & Redaktionsleitung

Der Blick in den Rückspiegel zeigt: Die Geschichte der internord ist keine Geschichte des Stillstands, sondern ständiger Veränderung. Was bleibt, sind die vielen Geschichten der Mitarbeitenden – mit allem, was sie bewegte und was sie bewegten. Die Magazin-Ausgaben bündeln Unternehmensgeschichte als spannende Chronik und lebendiges Archiv des Aufbruchs. Spannende Geschichten von Mitarbeitenden wird es künftig weiterhin geben, dann aber auf anderen digitalen Kanälen des Konzerns.